Erneuerbare Energie in der Schweiz

Erneuerbare Energie gibt’s in Hülle und Fülle. Nur nutzen wir erst einen Bruchteil davon. Insbesondere die Schweiz hinkt vielen anderen Ländern hinter her, vor allem was die Sonnenenergie angeht. Dennoch gehört die Zukunft den Erneuerbaren.  

 

Die Schweiz muss aufholen

Bau der PV-Grünanlage auf dem Lagergebäude des Opernhauses Zürich
Bau der PV-Grünanlage auf dem Lagergebäude des Opernhauses Zürich. Foto: Jürg Schönenberger

Klimaschädigende Energieträger – Erdöl, Kohle und Gas – schädigen nicht nur das Klima, sie sind auch endlich. Atomkraftwerke stossen zwar direkt kein CO2 aus, bis aber die Brennstäbe Energie liefern und die komplexen Kraftwerke abgerissen sind, fallen riesige Mengen Treibhausgase an. Zudem sind die Gefahren und die schier unendlich lange strahlenden Hinterlassenschaften der Atomkraft hinlänglich bekannt.

 

In der Schweiz wird die erneuerbare Energie hauptsächlich aus Wasser gewonnen. Dazu kommen kleine Anteile an Sonne, Wind, Biomasse und Geothermie. Heute schon sind die erneuerbaren Energien weitgehend wirtschaftlich wettbewerbsfähig. Deshalb werden auch die staatlichen Fördermassnahmen immer weiter zurückgefahren. Diese Politik ist allerdings ein zweischneidiges Schwert, denn andere Länder haben mit einer klugen Förderpolitik ein weitaus schnelleres Wachstum der Erneuerbaren erreicht. 

 

Zwar weist die Schweiz laut Bundesamt für Energie einen Anteil von stattlichen 68 % erneuerbare Energie am gesamten Stromverbrauch aus. Das liegt vor allem an ihrer starken Wasserkraft. 60 % des erneuerbaren Stroms liefern Wasserkraftwerke. Bei anderen Energieträgern sieht die Bilanz düster aus: Nur gerade 7 % liefert die Sonne. Im Vergleich zum Atomstrom ist das beschämend. Und aus welchen Quellen jene 16 % stammen, deren Qualität oder Herkunft nicht überprüfbar sind, muss dahingestellt bleiben. 

 

Laut einer Studie der Schweizerischen Energie-Stiftung SES aus dem Jahr 2016 liegt die Schweiz auf Rang 25 von 29 untersuchten europäischen Staaten, wenn es um Wind- und Solarstrom geht. Nur Slowenien, die Slowakei, Ungarn und Lettland liegen hinter der Schweiz. Auffallend ist auch, dass die Schweiz kaum Plätze gut macht. Dabei wäre das Potenzial riesig. 2017 produzierten Schweizer PV-Anlagen 1,7 Terawattstunden Strom. Das Bundesamt für Energie schätzt, dass auf Schweizer Dächern und an Fassaden gut und gerne 67 Terawattstunden produziert werden könnten – mehr als genug, um den gesamten Stromverbrauch des Landes zu decken.

Tipp

Der Markt für erneuerbare Energieprodukte 2017: Eine Umfrage bei Schweizer Energieversorgungsunternehmen Im Auftrag des Bundesamtes für Energie BFE, VUE Januar 2019

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Die Kilowattstunde kostet aktuell 9 Rappen – Tendenz Preis sinkend.