Energieverbrauch in der Schweiz

Es gibt gute und weniger gute Nachrichten aus der Schweizer Energiewelt: Tendenz Verbrauch sinkend, aber Stromproduktion steigend. 

 

Verschiedene Faktoren beeinflussen den Energieverbrauch

Die gute Nachricht zuerst: 2018 ist der Energieverbrauch in der Schweiz gesunken, um 2.2 Prozent. Daran hatte vor allem das warme Wetter seinen Anteil, die Heizungen konnten in der ganzen Schweiz zurückgefahren werden. 2018 wurde nicht nur weniger Heizöl verbrannt, auch der Stromverbrauch ging um 1,4 Prozent auf 57,6 Mrd. Kilowattstunden zurück. Mit dem eingesparten Strom hätten 167'200 Haushalte ihren Jahresbedarf decken können. Zwar wurde weniger geheizt, dafür mehr geflogen. Der Treibstoffverbrauch im Flugverkehr nahm um 5,7 Prozent zu und war damit der klare Ausreisser nach oben.

Anstieg der Stromproduktion

Während der Stromverbrauch sank, stieg die Stromproduktion: Fast zehn Prozent, insgesamt 67,5 Milliarden Kilowattstunden, wurden 2018 in Schweizer Kraftwerken erzeugt. Mehr als die Hälfte lieferten Wasserkraftwerke, etwas über einen Drittel die Schweizer AKW, konventionell thermische und erneuerbare Anlagen lieferten den kläglichen Rest von 8,5 Prozent. Erstaunlicherweise haben die AKW am meisten zugelegt, gleich um 25,2 Prozent. 

 

Der nicht im Inland verbrauchte Strom, wird ins Ausland verkauft. Hier erzielten Schweizer Kraftwerke 2018 einen Überschuss von 1,6 Millarden Kilowattstunden.

Weltweit höherer Energieverbrauch

Ein Blick auf den gesamten Globus zeigt ein anderes Bild: Allein im Jahr 2018 stieg der Energieverbrauch weltweit um mehr als 2 Prozent, wie die Internationale Energiebehörde in Paris im März 2019 berichtete.

 

Aber auch hier gibt es eine erfreuliche Nachricht: Die Nachfrage nach erneuerbaren Energien ist gleichzeitig zweistellig gewachsen. Felix Nipkow, Projektleiter Strom & Erneuerbare bei der Schweizerischen Energie-Stiftung SES, hält fest, dass die erneuerbaren Energien das Potenzial, den Energiehunger der Welt zu decken. Gleichzeitig konkurrenzierten die alten fossilen Energien weiterhin diese Nachfrage. Was mit den Klima-Zielen von Paris nicht kompatibel sei. 

Tipp

Das ganze Interview mit Felix Nipkow, SES, können Sie auf der Webseite von SRF nachlesen. 

Auf der Webseite von energieschweiz können Sie Ihren eigenen Energiebedarf überprüfen