Wo die Zitronen blühn
27. Juni 2022
Die Bündeli sind gepackt. Sommerferien. Doch das «ab in den Süden» ist nicht mehr so selbstverständlich wie früher. Wenn die Temperaturen hierzulande schon im Juni mehr als südlich sind, wie warm wird’s erst im Juli und August im Süden sein? Bei 45 Grad im Stau zu stehen, der laut Experten dieses Jahr rekordmässig ausfallen soll, könnte durchaus lebensgefährlich werden. Vor allem, wenn einen der hohe Benzinpreis noch zusätzlich ins Schwitzen bringt.
Der Alpenfirn grünt
20. Juni 2022
Die Alpen werden grün, Schneedecken schwinden, Gletscher lösen sich auf. Nicht nur in der Schweiz grünt’s in hoher Höhe. Auch die Arktis und Zentralasien erwärmen sich überdurchschnittlich schnell. Sonnenlicht wird immer weniger reflektiert, die Erde heizt sich noch schneller auf. Da nützen auch die Vliese auf dem Rhonegletscher nicht mehr viel. Wie gut, dass das Parlament dieser Tage über der Gletscher-Initiative gebrütet hat.

Solartankstellen statt Tankrabatte
13. Juni 2022
Dieser Mittwochabend dürfte vielen noch lange in Erinnerung bleiben. Am 8. Juni sprach sich eine Mehrheit des Europaparlaments für ein faktisches Verkaufsverbot für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ab 2035 aus. Die Aufschreie liessen nicht auf sich warten. Als Gegenargument wurde vor allem die fehlende Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge ins Feld geführt. Die Kritiker:innen haben wohl noch nie von «Papilio3» gehört.
Der Fünfer und das Weggli
07. Juni 2022
Wenn es noch einen Beweis für die Interpretationsfähigkeit von Umfragen gebraucht hätte, dann liegt er jetzt unzweifelhaft vor. Das GFS-Institut publizierte am 31. Mai eine grosse Befragung der Schweizer Bevölkerung zur Energiepolitik. Die Titelzeilen der verschiedenen Medien dazu könnten unterschiedlicher nicht ausfallen.

Nur noch schwer auszuhalten
30. Mai 2022
Es macht nachdenklich: Grübeln Politiker auch über Widersprüche nach, wenn sie nachts wach im Bett liegen? Verkraften sie die Diskrepanz, zwischen ihren Reden und ihrem Tun? Etwa gleichzeitig mit dem WEF in Davos und dem G7-Treffen der Energie- und Klimaministerinnen, veröffentlichte die englische Zeitung «The Guardian» die Ölförderpläne der USA. Die Widersprüche zwischen dem, was dringend nötig ist und dem, was real geschieht, sind nur noch schwer auszuhalten.
Hand anlegen für die Energiewende
23. Mai 2022
Laut dem Verband Schweizer Energieunternehmen VSE rechnet die Hälfte der Stromversorger damit, dass sie ihre Tarife künftig um 20 Prozent oder mehr erhöhen müssen. Teuer wird’s vor allem für jene, die wenig eigenen Strom produzieren und den Löwenanteil am Markt beschaffen. Wohl dem, der eine Solaranlage auf dem Dach hat! Wenn da nur nicht diese Grünen und Umweltschützerinnen wären …

1 Schritt vorwärts, 2,3 zurück ...
16. Mai 2022
Alle die schönen Klimapläne, die Regierungen rund um die Welt wie am Fliessband produzieren, wollen die Erderwärmung auf 1,5 Grad maximal begrenzen – bis irgendwann im Jahr 2040 oder -50 oder so. Nun grätscht die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf brutal dazwischen und warnt, dass diese Limite bereits nächstes Jahr fallen könnte. Die Chancen stehen fifty-fifty, dass die globale Temperatur zwischen 2020 und 2026 in mindestens einem Kalenderjahr über die Schmerzgrenze von 1,5 Grad steigen wird.
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit
09. Mai 2022
Ab sofort müssen wir die Luft anhalten, ausatmen produziert CO2. Und wie die Bilanz zeigt, die verschiedene Hilfswerke kürzlich der Landesregierung präsentiert haben, hat die Schweiz ihr CO2-Budget für das laufende Jahr schon Mitte März aufgebraucht. Stefan Salzmann, Fachexperte Energie- und Klimagerechtigkeit bei Fastenaktion: «Wenn die Schweiz zum 1,5 Grad-Ziel beitragen und dieses mit 66 % Wahrscheinlichkeit erreichen will, dann ist das Guthaben an CO2 aufgebraucht – unser Konto ist leer.»

Wir versammeln uns wieder
02. Mai 2022
Die Distanz zueinander schrumpft. Wir dürfen einander wieder nahe sein. Zum Beispiel an der Solarspar Vereinsversammlung. Inmitten des herrschenden Chaos tut es gut, auf Gleichgesinnte zu treffen, Gedanken auszutauschen, zu spüren, dass man nicht allein ist mit seinen Fragen, mit seinem Frust, mit seinen Zweifeln. Und das erst noch auf einem Schiff, das von der Sonne in Bewegung gesetzt wird.
Schwimmen, um nicht unterzugehen
25. April 2022
Dieses Gefühl der Machtlosigkeit ist eigentlich unerträglich. Der Klimawandel, die Pandemie, jetzt der Krieg. Es ist gerade schwer, den Kopf über Wasser zu halten angesichts der Flut schrecklicher Nachrichten und Bilder. Um nicht darin unterzugehen, müssen wir schwimmen. Und das erst noch gegen den Strom. Das ist ungeheuer anstrengend, aber es bleibt uns nichts anderes übrig. Stemmen wir uns also gegen den Sog der Machlosigkeit und strampeln wir los.

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