Strompreise

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Text: https://www.strom.ch/de/energiewissen/produktion-und-handel/strompreise

Ein Preis, drei Komponenten: Der Strompreis setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Die Konsumentinnen und Konsumenten bezahlen sowohl für die gelieferte elektrische Energie (Energietarif) als auch für den Stromtransport vom Kraftwerk bis ins Haus (Netznutzungstarif). Den dritten Anteil am Strompreis bilden Abgaben ans Gemeinwesen sowie eine Abgabe zur Förderung der erneuerbaren Energien – und zum Schutz der Gewässer und Fische (politische Abgaben).

Der Strompreis für einen typischen Haushalt beträgt heute ca. 20,5 Rp./kWh. Dabei macht der Netznutzungstarif rund 40% des Strompreises aus und der Energietarif rund 35%. Die verschiedenen Abgaben machen zusammen 25% aus.

 

Der Preis für Energie

Der Energietarif ist der Preis für die gelieferte elektrische Energie. Einige Stromlieferanten besitzen eigene Kraftwerke und beliefern ihre Kunden mit der selbst produzierten Energie, andere hingegen beschaffen den Strom von einem Vorlieferanten oder direkt an der Börse.

 

Seit 2009 können Grosskonsumenten mit einem Verbrauch von mehr als 100'000 kWh/Jahr ihren Stromlieferanten frei wählen. Sie können den Strompreis auf individueller Basis mit dem Stromlieferanten aushandeln. Die Grosskonsumenten können aber auch entscheiden, auf den Gang in den freien Markt zu verzichten – und den Strom zu regulierten Preisen vom lokalen Netzbetreiber beziehen. Sie bleiben genau wie die Konsumenten mit einem Verbrauch von weniger als 100'000 kWh/Jahr sogenannt feste Kunden.

 

Für feste Kunden orientiert sich der Energietarif an den Gestehungskosten einer effizienten Produktion – und an langfristigen Bezugsverträgen des Verteilnetzbetreibers (vgl. Art. 4 StromVV). Es ist somit stark von der Beschaffungsstrategie des Stromlieferanten abhängig, ob sich in den Energietarifen für feste Kunden die aktuellen Marktpreise widerspiegeln oder nicht. Viele Stromlieferanten bieten verschiedene Stromprodukte an. Die Kundinnen und Kunden können dann selbst entscheiden, ob sie zum Beispiel für Strom aus Sonnenenergie etwas mehr bezahlen möchten – oder ob sie ein günstigeres Stromprodukt bevorzugen.

 

Der Preis für Netznutzung

Über die Netznutzungstarife werden die Kosten für den Bau, Betrieb und Unterhalt der Stromnetze auf die Endverbraucher überwälzt. Die Kraftwerke bezahlen keine Netznutzungstarife, da sie diese zusätzlichen Kosten auf die Energietarife aufschlagen und so letzlich auch den Endverbrauchern verrechnen würden. Da diese Regelung in ganz Europa grundsätzlich ähnlich funktioniert, wäre eine Belastung der Kraftwerke mit Netznutzungstarifen somit eine starke Benachteiligung gegenüber den ausländischen Kraftwerken. Die Tarifstruktur ist von StromVG und StromVV genau vorgegeben. In der Regel gibt es einen Grundtarif, welcher die fixen Kosten wie Messung und Abrechnung decken soll. Ein grosser Teil muss aufgrund der gesetzlichen Vorgaben auf Basis der bezogenen Energie (Arbeitstarif) verrechnet werden. Diese Tarife sind aber nicht verursachergerecht, da die Netzkosten vor allem von der maximalen Leistung bestimmt werden. Auf diese Leistung müssen Kabel und Transformatoren ausgelegt werden. Diese Kosten fallen unabhängig davon an, ob die Leistung auch bezogen wird. Bei allen Tarifen ist zu beachten, dass keine Kundengruppe (zum Beispiel Haushalte) mehr bezahlen muss als sie Kosten verursacht.

 

Wird ein Anschluss neu erstellt, bezahlt der Anschlussnehmer bei den meisten Netzbetreibern die Kosten für den Netzanschluss. Die Kosten für den Netzanschluss werden in diesen Fällen daher nicht in die Netzkosten eingerechnet.

 

Die Systemdienstleistungen von Swissgrid sind unter anderem Regelenergie oder die Entschädigung für Kraftwerke, die "schwarzstartfähig" sind (das heisst, sie können nach einem Blackout ohne Strom starten). Diese Dienstleistungen verhindern nicht nur den Blackout, sie garantieren auch eine konstante Spannung und Frequenz.

 

Etwa ein Drittel der Netzkosten sind die Kapitalkosten (das heisst, Abschreibungen) der verbauten Infrastruktur, insbesondere Leitungen, Unterwerke und Transformatorstationen. Auf diesen Kapitalkosten darf der Netzbetreiber einen Gewinn in der Höhe des vom Bundesrates vorgegebenen WACC (aktuell 3,83%) machen. Die Verteilnetzbetreiber dürfen daher im Moment einen Gewinn von circa 1,3% vom Umsatz erzielen. Sind die Einnahmen höher oder die Ausgaben tiefer, muss der zusätzliche Gewinn in den folgenden Jahren über tiefere Tarife an die Endverbraucher zurückgehen.

 

Die Abgaben

Der Bundesrat legt jährlich fest, wie hoch die Abgabe zur Förderung erneuerbarer Energien (KEV/EVS, EIV, Investitionsbeiträge, Marktprämie) und zum Schutz der Gewässer und Fische ist. Der Betrag ist in der ganzen Schweiz gleich hoch. Mit der Energiestrategie 2050 wurde dieser Netzzuschlag auf 2,3 Rp./kWh erhöht.

 

Daneben existieren kommunale und kantonale Abgaben und Gebühren. Dabei kann es sich beispielsweise um Konzessionsabgaben oder lokalpolitische Energieabgaben handeln. Während in einigen Gemeinden keine solchen Abgaben anfallen, betragen sie in anderen bis zu 7 Rp./kWh.

 

Die Rolle der ElCom

Die Netzbetreiber veröffentlichen ihre Tarife für das kommende Jahr jeweils bis spätestens Ende August und stellen diese der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) zu. Diese überprüft, ob die Strompreise angemessen sind. Für feste Kunden überprüft sie sowohl den Energie- als auch den Netznutzungstarif.

 

Bei Grosskonsumenten, die Strom auf dem freien Markt einkaufen, werden die Energietarife nicht durch die ElCom überwacht. Der Netznutzungstarif hingegen ist durch den Standort gegeben, ein Anbieterwechsel ist nicht möglich. Die ElCom überprüft daher auch die Netznutzungstarife für Kunden im freien Markt.

 

Damit die ElCom diese Kontrolle durchführen kann, müssen die Netzbetreiber eine Jahresrechnung und Kostenrechnung für ihr Netz sowie eine Kostenrechnung für die Stromlieferung an feste Kunden erstellen und der ElCom jährlich vorlegen.

 

Weitere Informationen

Grafiken zur Entwicklung der Strompreise finden Sie auf der Download-Seite.